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    <subtitle type="html">Alltägliches und Skurriles auf einem Bauernhof eines Pfälzer Dörfchens</subtitle>
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            <name>Gregor Weisser</name>
                    </author>
    
        <published>2010-03-11T16:39:42Z</published>
        <updated>2010-03-11T16:39:42Z</updated>
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        <title type="html">Gäste</title>
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                <p /><p><font face="AppleGothic,tahoma,arial,helvetica,sans-serif" size="2">Man hat Gäste. Weil es so kalt war die ganze Zeit und man Freunden helfen möchte. Man möchte auch dass es den Gästen dann auch noch gut geht. Man ist besorgt. Man kommt morgens in den Stall und Hugo - einer der Gäste, liegt in seiner Box. Man ist besorgt - mehr als sonst, denn sonst ist Hugo ein aufgewecktes Kerlchen - immer dabei - immer mittendrin. Besonders wenn es Futter gibt. Aber heute liegt er einfach nur da, der Hugo. Ich gehe in die Box und Hugo hebt nur leicht den Kopf. Ich kraule ihn am Hals und ermuntere ihn aufzustehen. Habe ich schon erwähnt? - man ist besorgt. Hugo möchte nicht aufstehen. Hugo möchte kein Futter haben. Jetzt nicht. Hugo möchte nur liegen. Ich muss dazu für Pferdelaien sagen dass dies ein Anzeichen für Probleme ist. Grosse Probleme. Dann kommt noch dazu dass es nicht das eigene Pferd ist, welches einem vertrauensvoll in die Obhut übergeben wurde.  Nach einer zähen halben Stunde war ich mir Gewiss dass mit dem Hugo was nicht stimmen kann und die Besorgnis wich der Panik.<br />
<br />
Was tun? Natürlich erst mal die Besitzerin informieren und während ich vor dem Futtertrog stehe und (besorgt) der Besitzerin mitteile dass Hugo der Länge nach in seiner Box liegt und selbst das Futter ihn nicht zum Aufstehen bewegen konnte schubst mich jemand von hinten an. Hugo. Denn Hugo ist jetzt aufgestanden und möchte an sein Futter - ich steh ja vor dem vollen Trog. Hugo wollte nur ausschlafen. Denn Hugo ist so, bekomme ich am Telefon gesagt. Wenn er ausschlafen möchte dann bleibt er gerne mal länger liegen und stört sich nicht an besorgten Menschen die das nicht wissen. Ich werde bestimmt mal Herz bekommen mit so Typen wie Hugo einer ist. 
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            <name>Gregor Weisser</name>
                    </author>
    
        <published>2010-02-22T10:24:41Z</published>
        <updated>2010-02-22T12:25:10Z</updated>
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        <title type="html">Die gefährlichsten Jobs Weltweit.....</title>
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            <div xmlns="http://www.w3.org/1999/xhtml">
                <p /><p><font face="AppleGothic,tahoma,arial,helvetica,sans-serif" size="2">Also einer der gefährlichsten Arbeitsplätze die es überhaupt gibt ist wohl der Abdeckereifahrer. Nicht nur dass man auf der einen Seite zu den unmöglichsten Zeiten gerufen wird - oder zumindest gebeten wird zu unchristlichen Zeiten die verendeten Tiere abzuholen (damit Aussenstehende dies am Besten gar nicht mitbekommen) sondern man muss sich auch mit dem LKW durch Schnee und Eis kämpfen weil das Tier ja auch zeitnah abgeholt werden soll. Dann noch der Stress mit den trauernden Besitzern der Tiere und der Geruch, vor allem im Sommer. Das Ganze dann auch noch unter Zeitdruck, natürlich.<br />
<br />
Ich kann die Fahrer verstehen wenn sie leicht genervt sind. Ich kann auch verstehen dass diese Typen kein Verhältnis zu den Tieren hatten und auch so mit ihnen umgehen. Ich kann natürlich auch verstehen dass es dem Fahrer nur darum geht das Tier in den Container zu bekommen und zwar so schnell wie möglich. Ich kann auch verstehen dass es ein undankbarer Scheissjob ist.<br />
<br />
Manche Typen sind allerdings schon so verroht, dass ich der Meinung bin sie sollten den Job wechseln und Brötchen ausfahren oder ähnliches. Es könnte nämlich durchaus sein dass sie selbst mal am Haken hängen und die Bordwand hinaufgezogen werden weil sie nicht gemerkt haben wann es genug ist. Soweit ist es bei mir zum Glück noch nicht gewesen, weil der eine spezielle Fahrer nicht kam. Dieser eine spezielle Fahrer nämlich ist ein ganz besonderer Fall. Der könnte mal abhanden kommen. Irgendwie. Zum Glück kam er nicht. Nicht zu mir.  
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            <name>Gregor Weisser</name>
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        <published>2010-02-13T22:00:35Z</published>
        <updated>2010-02-15T11:24:39Z</updated>
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                <!-- s9ymdb:197 --><img class="serendipity_image_center" width="515" height="743" style="border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.xn--hningen-90a.de/uploads/Askari012.jpg" alt="" /><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<p /><p><font face="AppleGothic,tahoma,arial,helvetica,sans-serif" size="2"><br />
Dana hatte noch ein Bild von Askari das ich hier nicht vorenthalten möchte und auf dem man schön sieht wie knuddelig der kleine Kerl war. 
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            <name>Gregor Weisser</name>
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        <published>2010-02-12T19:02:00Z</published>
        <updated>2010-02-12T19:09:11Z</updated>
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        <title type="html">In Memoriam: Askari</title>
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                <!-- s9ymdb:193 --><img class="serendipity_image_center" width="1305" height="281" style="border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.xn--hningen-90a.de/uploads/Askari004011.jpg" alt="" /><br />
<br />
<p /><p><font face="AppleGothic,tahoma,arial,helvetica,sans-serif" size="2">Nach der langen Blogabstinenz wollte ich natürlich nicht gleich mit so einem Thema anfangen, aber die Umstände verlangen es einfach so. Lange schon hatten wir damit gerechnet und auch gefürchtet dass es bald mal so weit sein wird. Er war einfach nicht mehr der Jüngste, mit seinen fast 39 Jahren sogar Steinalt - für ein Pferd. Das Älteste Pferd, nach meinen Recherchen auch ein Norweger, wurde immerhin 45 Jahre alt. Ich hatte immer die Vermutung er wusste es und hatte sich fest vorgenommen auch diese Hürde noch zu nehmen; weil er eben so war. Selbstbewusst aber äusserst sympathisch, der "Coolste Gaul" den ich kannte. Dabei nie bösartig anderen Pferden gegenüber, obwohl er sich zu behaupten wusste. Erstklassiges Schulpferd. Man konnte Askari bedenkenlos ein Kind überlassen denn selbst wenn der Zwerg auf einem Holzpferd abgerutscht wäre, wusste er es  auszubalancieren und ein sicheres Gefühl zu vermitteln. In so einem Reitschulbetrieb hatte er auch die erste Hälfte seines Lebens verbracht<br />
<br />
Aus diesen Reitschulbetrieb sollte ihn ein Freund abholen. Als er ihn dann sah, schräg an der Wand lehnend, die Vorderläufe über Kreuz und die Zunge aus dem Mundwinkel heraushängend ging er davon aus dass Askari die Fahrt zu seiner neuen Besitzerin erst gar nicht überleben würde. Aber weit gefehlt, es war eben auch ein Clown. Seine Eigenarten, wie zum Beispiel sich draussen einschneien zu lassen während die anderen im Unterstand verharrten - oder die neue Koppel erst mal abzuschreiten, 10 mal, 100 mal und mehr bis sich Spurrillen bildeten - das war Askari. Und es war auch Askari der nie - zumindest nicht freiwillig - eine Pfütze durchquerte. Lieber einen Umweg über wiedrigste Hindernisse hinnehmen als durch eine Pfütze zu laufen. Es war auch Askari der im Tölt schneller einen steilen Bergweg hochspurtete als manch ein hochgelobter Gaul.<br />
<br />
Aber Beissen, Treten oder Ausschlagen aggressiv sein oder seinen Reiter abwerfen - das war Askari nie. Sein knuffiges Aussehen, wie Dana immer sagt fehlt ihm nur noch der berühmte Knopf im Ohr, und seine liebenswerte Art waren wohl der Grund dass ihn jeder gleich ins Herz schloss. Selbst Günni hatte was für ihn übrig, was schon viel bedeutete denn er hat schon mit hunderten Pferden zu tun und davon bleiben vielleicht eine Hand voll übrig von denen er angetan war. Askari gehörte zweifelsfrei dazu.<br />
<br />
Vor etwa zwei Jahren dann eine Diagnose von unserem engagierten Tierarzt Dr. Zieris die sich bewahrheiten sollte. Askari hatte Zahnprobleme, die es ihm schwierig machten sein Heu zu kauen. Die Zähne mussten wegen Abnutzung nachkorrigiert werden. Dazu muss man das Pferd aber sedieren, also nicht betäuben sondern in einen beruhigten Zustand versetzen damit er sich gegen die Behandlung nicht wehrt. Diese Vorgehensweise ist notwendig allerdings bei älteren Pferden sehr gefährlich, vor allem bei Askaris überhöhtem Puls ein unberechenbares Risiko. Man kann auch kein Gegenmittel verabreichen um die Wirkung umzukehren..<br />
Askari hat wenig Heu gefressen dafür extra viel Kraftfutter. Und er hat es gerne gefressen, bis letzten Dienstag. Da wollte er nichts fressen. Kein Heu, kein Kraftfutter. Gewartet, abends eine neue Portion. Futter verweigert. Am Miittwoch dann den Arzt gerufen, der auch gleich kam und feststellte dass er mit diesem Gebiss nicht fressen kann und sein Puls war extrem hoch. Schmerzmittel und Gabe eines Mittels zur Förderung der Verdauungstätigkeit. banges Warten ob er bis  Donnerstag Morgens sein Futter aufnahm. Da er immer noch nicht frass mussten wir das Risiko eingehen und umgehend eine Zahnbehandlung durchführen. Aber so weit kam es gar nicht mehr. Es war wohl sein Herz das der Belastung nicht mehr stand hielt. Eine Stunde vor dem Termin legte er sich wie auf dem oberen Bild hin, legte sich zur Seite, atmete nochmal tief durch und schlief ein. Für immer.<br />
<br />
Er ist gegangen wie er gekommen ist und wie er eben war: unkompliziert, liebenswert und selbstbewusst. Er hatte sich entschieden zu gehen.<br />
<br />
Wir werden ihn vermissen....................<br />
<br />
<br />
<br />
<!-- s9ymdb:194 --><img class="serendipity_image_center" width="240" height="320" style="border: 0px; padding-left: 5px; padding-right: 5px;" src="http://www.xn--hningen-90a.de/uploads/Askari005012.jpg" alt="" /><br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
 
            </div>
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            <name>Gregor Weisser</name>
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        <published>2010-02-12T19:00:41Z</published>
        <updated>2010-02-12T19:00:41Z</updated>
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